Chiropraktik für Tiere

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Was ist Chiropraktik?

Es handelt sich um eine Form der manuellen Therapie, die durch spezifische Impulse mit kleiner Amplitude und durch exakte Korrekturlinien direkt auf das Nerven-Muskelsystem einwirkt. Mit schnellen, exakt durchgeführten “Thrusts” in den physiologischen Bewegungsspielraum von Gelenken werden Blockaden gelöst und Gesundheit wieder hergestellt bzw. erhalten. Es handelt sich nicht um „Einrenken“ bzw. „Knochenbrechen“, da hierbei viel zu unspezifisch gearbeitet wird und langfristig massive Kollateralschäden im Körper entstehen!

Die Chiropraktik ist eine stark wirksame Therapiemethode, die auch das Immunsystem, Organe, etc., also den ganzen Körper nachhaltig positiv beeinflusst bzw. gesund erhaltet. Auch Störungen, die schon sehr lange bestehen, können durch Chiropraktik gelöst werden und ein “Reset” durchgeführt werden bzw. die Nerven neu programmiert werden, damit die Gelenke wieder korrekt funktionieren können. Durch Blockaden der Wirbelsäule kommt es zur Beeinträchtigung der Informationsleitung in den Nervenbahnen, die das Rückenmark zwischen den Wirbeln verlassen. Infolge dessen kann es durch Störung der Nervenversorgung der Haut, von Organen, Drüsen und Blutgefäßen zu folgenden Symptomen kommen:

  • Juckreiz
  • vermehrte Hitze- und Kälteempfindlichkeit
  • asymmetrisches Schwitzen oder verminderte Schweißbildung
  • Organfunktionsstörungen
  • uvm.

Wann soll mein Tier zum Chiropraktor?

  • Als Ergänzung zur Schulmedizin bei chronischen Problemen wie Spat, Hufrollenentzündungen oder Sehnenproblemen (Pferd) bzw. Arthrosen, Spondylosen, Sehnenproblemen (Hund)
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei Sporttieren
  • Lösen von Geburtstraumata bei Neugeborenen
  • akute Verspannungen und Steifigkeit, Asymmetrien
  • chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates, Auffälligkeiten im Gangbild
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Krankheitsprophylaxe und Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Hundesport, Pferdesport oder im Alltag
  • uvm.

Wie stelle ich fest, ob mein Tier Blockaden und somit Schmerzen hat?

Tasten Sie regelmäßig die Wirbelsäule ab und achten Sie auf vorstehende Knochenpunkte und Erhebungen. Sind beide Darmbeinhöcker des Beckens gleich hoch? Die Muskulatur soll symmetrisch und elastisch sein, nicht schmerzhaft, verspannt oder asymmetrisch.

  • hat sich das Verhalten bzw. die Leistung in letzter Zeit verändert?
  • besteht eine ungewöhnliche der wechselnde Lahmheit?
  • bewegt er sich nicht gerne? bzw. unmotivierter?
  • schleift er seine Pfoten, oder sind die Krallen von einem Bein kürzer?
  • wedelt er einseitig?
  • setzt er sich immer auf eine Seite bzw. liegt er immer auf der gleichen Seite?
  • Wackelt er auffällig mit dem Hinterteil beim Laufen?

Wie teste ich die Beweglichkeit beim Hund?

  • Leckerlitest: kann er den Kopf nach links und rechts hinten gleichweit biegen?
  • Federt der Rücken gleichmäßig nach unten wenn ich leicht auf die Wirbelsäule drücke?
  • Biegt sich die Wirbelsäule in beide Richtungen gleichmäßig wenn ich die Rute vorsichtig nach links und rechts bewege?

Wie teste ich die Beweglichkeit beim Pferd?

  • kann mein Pferd mit Hilfe von Leckerlis Kopf und Hals nach links und rechts gleichweit biegen? Ist eine Seite weniger beweglich, kann das auf Probleme der Halswirbelsäule hinweisen.
  • Ist die Wirbelsäule auf einer Seite steifer als auf der anderen? Vorsichtig den Schweif des Pferde nach links bzw. rechts bewegen, um die Seitwärtsbeweglichkeit der Wirbelsäule zu testen.
  • Leichter Druck von oben auf die Wirbelsäule. Ein gesunder Rücken federt gleichmäßig nach unten und soll nicht steif oder fest sein.

Autor: Dr. med. vet. Lisa M. Elsäßer, Fachtierärztin für Akupunktur und Neuraltherapie

International geprüfte Chiropraktorin (IAVC Internationale Akademie für Veterinärchiropraktik, IVCA International Veterinary Chiropractic Association) Goldimplantation als dauerhafte Schmerztherapie im VierbeineRehaZentrum Bad Wildungen, D.)

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